Text 5. Karneval

Karneval wird nicht überall in Deutschland gefeiert. Besonders viele Menschen feiern es im Rheinland. Gut bekannt sind die Feiern in den Städten Köln, Düsseldorf und Mainz. Aber auch in anderen Teilen Deutschlands feiert man dieses Fest. Nur gibt man dort dem Fest andere Namen: «Fastnacht» oder «Fasching».

Der Brauch, Karneval oder Fastnacht zu feiern ist sehr alt. Schon im 13. Jahrhundert gab es Karnevalsumzüge, und ein Karnevalskönig wurde gewählt. Karneval ist eine Zeit, um einmal richtig lustig zu sein. Man verkleidet sich und zieht bunte Kleider oder Masken an. Dann geht man zu Karnevalsfeiern oder auf Karnevalsumzüge mit großen bunt geschmückten Wagen.

Den Winter vertreiben

In Süddeutschland, aber auch in der Schweiz und in Österreich, heißt der Karneval «Fas(t)nacht». Oft sieht man in der Fastnachtszeit Menschen mit Masken durch die Straßen ziehen. Diese Masken sollen Angst machen. Auch Hexen mit ihren Besen kann man sehen. Manche der Gestalten tragen auch Glocken oder Peitschen, mit denen sie viel Lärm machen. Früher wollte man damit den Winter vertreiben. Die bösen Geister, die Wachstum und Ernte bedrohen, sollten verscheucht werden. Und die guten Geister, die den Frühling bringen, sollten geweckt werden. Heute glauben nicht mehr viele Menschen daran. Aber es ist ein alter Brauch, und den Menschen macht es Spaß, dabei mitzumachen.

Feste und Festzüge

Im Rheinland wird der Karneval anders gefeiert. Vieles erinnert dort an die Zeit von 1823. Der Krieg gegen die Franzosen war gerade vorbei, und in Köln fand wieder der erste Karnevalsumzug statt. So haben auch heute noch viele Menschen die Kleider an, die man damals getragen hat. Soldatenkleider und schöne Kostüme. In Köln beginnt der Karneval am 11.11. mit lustigen Festen in großen Häusern, mit sogenannten «Sitzungen».

Richtig gefeiert wird dann aber im Frühling. Fast eine Woche lang sieht man verkleidete Menschen auf der Straße oder bei Festen. Höhepunkt ist ein langer Zug mit vielen bunten Wagen und verkleideten Menschen am Rosenmontag. Viele Stunden lang gehen die Festzüge durch die Stadt, und viele Menschen stehen an den Straßen und schauen zu. Die Schulen und die meisten Geschäfte sind an diesem Tag geschlossen.

Am Aschermittwoch ist alles vorbei

Zwei Tage später ist dann alles vorbei. Am sogenannten «Aschermittwoch» endet der Karneval. Jetzt beginnt die 40tägige Fastenzeit als Vorbereitung auf das Osterfest. Heute gibt es aber nur noch wenige Menschen, die während dieser Zeit auf bestimmte Nahrungs- und Genussmittel verzichten. Früher ließ sich diese Zeit aber besser ertragen, wenn man vorher ausgiebig gefeiert und gegessen hatte.

(nach „Der Weg“).

Wortschatzerläuterungen

der Fasching – карнавал, масленица; der Karneval – карнавал;

der Elferrat – карнавальный комитет (состоящий из 11 человек);

der Fastnachtsprinz, der Karnevalsprinz – принц карнавала;

die Fastnachtsprinzessin, die Karnevalsprinzessin – принцесса карнавала;

der Fastnachtsumzug – карнавальное шествие;

der Rosenmontag – последний понедельник масленицы, „неистовый понедельник“;

der Fastnachtsdienstag – последний день карнавала;

der Aschermittwoch – среда на первой неделе Великого поста.

Wörter und Wendungen

die Maske – маска;

unter der Maske der Freundschaft – под личиной дружбы;

eine Maske vorstecken – надеть маску;

die Maske lüften (von sich werfen, abwerfen, fallen lassen) – сбросить маску;

j-m die Maske herunterreißen – сорвать с кого-л. Маску;

das ist alles nur Maske! — все это сплошное притворство!

vertreiben — прогонять, изгонять;

j-m seine Faulheit vertreiben — выбить лень из кого-л.;

den Hunger vertreiben — заглушить голод;

j-m das Lachen vertreiben — отбить у кого-л. oхоту смеяться;

j-m die Langeweile vertreiben — разогнать чью-л. cкуку;

sich (Dat.) die Zeit mit etw. vertreiben — коротать (проводить) время за чем-л.

Aufgaben

1. Was haben Sie aus dem Text Neues erfahren? Gibt es ähnliche Volksfeste in Russland? Erzählen Sie darüber. Gebrauchen Sie folgendes Sprachmaterial: einer großen Beliebtheit erfreuen sich die Volksfeste, die…; die festliche Atmosphäre bietet die Möglichkeit…; das Leben hat gezeigt, dass…; im Volke sind die Traditionen lebendig, die…; die Menschen nutzen die Gelegenheit…; die neuen Traditionen entsprechen…

2. Informieren Sie sich mit Hilfe der Nachschlagewerke über andere Volkstraditionen, die zum Fasching / zum Karneval in den deutschsprachigen Ländern gepflegt werden.

3. Übersetzen Sie ins Deutsche:

1) Масленица – один из наиболее веселых и буйных праздников зимы. 2) Масленичные шествия проводятся в воскресенье, понедельник и вторник перед Пепельной средой, иногда захватывая и первый день Великого поста. 3) Где-то до cих пор особо отмечается понедельник, который называли „неистовым понедельником“, в Кельне и некоторых других местах устраиваются процессии из пышно разукрашенных машин, телег, ряженых пешеходов. 4) Масленица всегда отмечалась как праздник в канун весны и будущего плодородия. При помощи маскарадных шествий и масленичных игр и шуток наши предки в дохристианские времена пытались избавиться от страха перед демонами и злыми духами, перед холодом и болезнями. 5) „Похороны масленицы“ происходили в конце масленицы – во вторник, часто в Пепельную среду или даже в первое воскресенье Великого поста: соломенное чучело (der Srohbalg) могли закопать в землю, могли сжечь или просто бросить в реку.

Text 6. Übersicht der Osterbräuche

Bevor Sie den nächsten Text lesen, antworten Sie auf folgende Fragen: Ist Ostern für Sie ein beliebtes Fest? Feiern Sie Ostern? Wenn ja, dann wie feiern sie dieses Fest? Welche Bedeutung hat Ostern für Sie?

Ostern gehört zu den ältesten christlichen Festen. An diesem Tag feiern die Christen die Auferstehung von Jesus Christo. Ostern ist für die Menschen auch ein Symbol für das Erwachen der Natur, die Ankündigung des Frühlings. Der dunkle, lange Winter ist endlich vorbei, die Natur erwacht zu neuem Leben. Die Menschen freuen sich darauf. Sie schmücken fröhlich und festlich ihre Häuser. Charakteristisch für das Osterfest ist der Osterstrauß. Das sind grüne Zweige, die mit ausgeblasenen, bunt bemalten Eiern geschmückt und in die Vase gestellt werden. Man schmückt auch Sträucher vor dem Haus im Garten. Ein wichtiges Element der Dekoration auf dem Ostertisch ist der Hase, der ähnlich wie das Lamm aus Zucker, Schokolade oder Stoff sein kann. Dazu gehören auch bunte Ostereier. Nach Tradition werden sie von dem Osterhasen in besonders vorbereitete Moosnester im Garten oder im Wald versteckt. Das Ostereiersuchen ist die Aufgabe der kleinen Kinder und macht ihnen einen besonderen Spaß.

Die behutsam ausgepusteten Eier, die die Mutter zum Kochen oder Backen verwendet hat, werden gemeinsam mit den größeren Kindern bemalt oder beklebt. Auch die Schaufenster der Spielzeuggeschäfte sind schön mit kleinen Kücken, Entchen und Stoffhasen dekoriert. In den Konditoreien locken wahre Zuckerbäcker — Wunderwerke: Marzipanhasen und Eier aus Zuckerguss, Nougatcreme usw. Zu Ostern gibt man kleine Geschenke. Sie werden im Allgemeinen in große bunte Eier aus Pappe gelegt.

Woher die Bezeichnung Ostern stammt, darüber streiten sich die Gelehrten bis zum heutigen Tag. Die Herkunft dieses Wortes bleibt unklar. Es steht aber fest, dass die Osterbräuche in der Bundesrepublik Deutschland fast alle auf germanische Kultriten zu Ehren der Frühlingsgöttin Ostara zurückgehen. Die Germanen brachten ihrer Frühlingsgöttin Opfergaben und zwar die ersten Märzhasen und bunt bemalte Eier.

Die Tradition der bunten Ostereier ist sogar noch älter. Eier schenkte man sich schon vor 4000 Jahren in China, sie wurden in Ägypten und Persien während des Frühlingsfestes verteilt.

Das Ei ist ein Symbol der Fruchtbarkeit, des neuen Lebens und der wieder erwachenden Natur. Als Symbol für die Auferstehung Christi wurde es von der christlichen Kirche übernommen.

Ein alter Volksspruch sagt: Wie der Vogel aus dem Nest gekrochen, hat Jesus Christus das Grab zerbrochen.

In der ägyptischen Mythologie spielt der Hase eine ähnliche Rolle als Symbol der Fruchtbarkeit wie das Ei. Im alten Ägypten wurden Hasen der Fruchtbarkeitsgöttin Nut als Opfer gebracht. Weil das Volk nach und nach den fruchtbaren Hasen mit dem Ei verband, entstand die Legende vom eierlegenden Osterhasen. Sie ist aber nicht überall verbreitet. Shakespeare dichtete: � Die Liebe wechselt mit des Mondes Phasen, im Mai sind Mädchen, was im März die Hasen.

Die letzte Woche vor Ostern nennt man Karwoche (Kara = Trauer, Kummer).

Sie beginnt mit Palmsonntag. Die christlichen Kirchen feiern das Geheimnis des Leidens Christi. In der evangelischen Kirche ist der Palmsonntag häufig Konfirmationstag. An diesem Tag werden während der Messfeier die Palmzweige geweiht. Die Palmzweige kann man auch durch Buchbaumzweige oder Weidenkätzchen ersetzen. Es findet auch eine Prozession um die Kirche statt. Sie symbolisiert die Erinnerung an den feierlichen Einzug Christi in Jerusalem. In der Karwoche wird in der Messe die Leidensgeschichte Christi vorgelesen: am Palmsonntag nach Matthäus, am Dienstag nach Markus, am Mittwoch nach Lukas und am Karfreitag nach Johannes. Am Gründonnerstag feiert die Kirche die Einsetzung des heiligsten Altarsakraments. Die Büßer gedenken auch der Fußwaschung, des Verrats durch Judas und des Leidens des Herrn.

Der höchste Feiertag in den Kirchen ist der Karfreitag, der Tag der Kreuzigung. Er wird als Bußtag gefeiert und ist ein strenger Fastentag. Am Nachmittag wird ein Gottesdienst (Lesung der Leidensgeschichte nach Johannes) gehalten. Das ist mit der Enthaltung und Verehrung des Kreuzes verbunden. Daran schließt sich die Kommunionsfeier an. Karfreitag hat sowohl in den evangelischen Kirchen wie auch in den katholischen Gegenden den Charakter eines Ruhe- und Feiertages. Früher begann man am Karfreitag mit dem Säen. Man glaubte, dass im Samen, der mit dem Herrn Jesu in die Erde kommt, ein besonderer Segen liegt. Zum Zeichen der Trauer ist der Karsamstag in der lateinischen Kirche ein liturgieloser Tag. An diesem Gedächtnistag herrscht strenges Fasten. Die Kirche trauert. Altäre und Chorfenster in den Kirchen sind mit schwarzen Tüchern verhüllt. Nur das heilige Grab ist hell erleuchtet. Am Abend beginnt die Oster-, die Auferstehungsfeier. Die Glocken, die aus Rom zurückkehren, haben einen besonders frohen Klang.

Endlich ist Ostersonntag. Jesus Christus ist von den Toten auferstanden. Das christliche Glaubensbekenntnis sagt so: Am dritten Tag auferstanden nach der Schrift und aufgefahren in den Himmel. Er sitzt zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen in Herrlichkeit.

Die Osterbräuche sind wohl schon vor dem Christentum entstanden. In Deutschland kreisen sie um Feuer, Wasser und vor allem um die Ostereier. Bunt bemalte, gekochte Eier werden am Ostersonntag zusammen mit Zucker — und Schokoladeneiern, Hasen und Süßigkeiten im Haus oder im Garten versteckt. Wenn die Kinder Eier suchen, glauben sie, dass der Osterhase die Sachen gebracht und versteckt hat. In manchen Gegenden und Ländern bringt nicht der Hase die Ostereier sondern andere Tiere oder Vögel. In der Schweiz und in der Altmark (nördlich von Magdeburg) ist das der Kuckuck, und in Schleswig-Holstein — der Osterhahn. In Thüringen dagegen bringt die Ostereier der Storch, in Westfalen — der Fuchs. In Kärnten (Österreich) und in Belgien glaubt man, dass die Osterglocken über die Feiertage nach Rom fliegen und die Eier von dort mitbringen.

Zu den alten Osterbräuchen gehört auch das Eierkrippen. Zwei Teilnehmer schlagen die hartgekochten Ostereier entweder mit den spitzen oder stumpfen Enden gegeneinander. Der hat verloren, dessen Ei dabei eingedrückt wird.

An diesem Tag geht auch die Familie mit kleinen Kindern spazieren, um die Eier an einem geeigneten Hang hinunterzurollen. Sieger ist der, wer am Schluss die meisten unzerbrochenen Eier hat. Er bekommt den Preis, der vorher von der ganzen Familie vereinbart wurde. In Bautzen (Oberlausitz) war dagegen das Eierschieben sehr populär. Vom Poitschenberg, dem gegenüber der Stadt liegenden Steilufer der Spree, rollten die reicheren Bürger der Stadt Eier, Kuchen und Süßigkeiten für die Armen hinunter.

Es gibt auch Gegenden, wo neben den Ostereiern das Wasser eine wichtige Bedeutung hat. So ist es z.B. in einigen fränkischen Dörfern. Am Karsamstag oder im Morgengrauen des Ostersonntags wird Wasser aus den Bächen geholt und über die Felder gesprengt. Damit soll die wachsende Frucht besser reifen. In vielen ländlichen Ortschaften hat sich der Brauch erhalten, in der Osternacht von Samstag auf Sonntag vor dem Sonnenaufgang an einer bestimmten Stelle das Osterwasser zu holen. Diesem Wasser werden wundertätige Kräfte zugeschrieben. Es soll das ganze Jahr über Schönheit und Gesundheit verleihen. Man muss dabei aber aufpassen, dass man auf dem Heimweg kein Wort sagt, sonst verliert das Osterwasser seine Zauberkraft. Vereinzelt werden auch in der Osternacht auf bestimmten Bergen Osterfeuer angezündet. Damit treibt man den kalten Winter aus. Nach einer strengen Regel soll man dazu neues Feuer verwenden, das nach der Methode der Naturvölker durch Reibung zweier Hölzer erzeugt wird. Wie leicht zu bemerken ist, herrschen bei den Osterbräuchen zwei Richtungen vor. Eine rein religiöse, christliche, die andere volkstümlich, heidnisch. Im Laufe der Zeit glichen sie sich so sehr an, dass es jetzt schwer ist, die Grenze zwischen ihnen festzulegen. Während des fröhlichen Osterfestes treten auch traurige und ernste Töne auf, die aus dem Gedanken an das Leiden Christi entstehen. Nach der grauen Fastenzeit und der wehmütigen Karwoche kommen jetzt aber lustige und lebhafte Tage. Der volkstümliche Charakter, die Religion und die Sitten und Bräuche dieses Festes durchziehen sich gegenseitig.

(http://www.zstwloclawek.neostrada.pl/publik/publik.html).

Wortschatzerläuterungen

das Ostern, das Osterfest – пасха;

zu / an Ostern — на пасху;

der Palmsonntag – вербное воскресенье;

der Gründonnerstag – чистый четверг;

der Karfreitag – страстная пятница;

der Buchsbaumzweig – ветка самшита;

das Weidenkätzchen – вербные сережки;

der Buß- und Bettag – день покаяния и молитвы;

die Kommunion – причастие;

Wörter und Wendungen

das Ei – яйцо; Sie gleichen sich wie ein Ei dem anderen – они похожи друг на друга, как две капли воды.

Er hat das Ei des Kolumbus gefunden – он нашел простое, но гениальное решение.

Das Ei will klüger sein als die Henne – яйца курицу не учат.

Das hat seine Eier – на это есть свои трудности.

sich um ungelegte Eier kümmern – заботиться раньше времени о чем-л.;

Ostern fällt diesmal früh — пасха в этом году ранняя;

der Segen — благословение;

fasten — поститься, соблюдать пост;

das Fasten — соблюдение поста;

Fasten pl. — пост;

der Büßer — кающийся;

wehmütig – грустный, унылый, печальный;

auferstehen — воскресать;

auffahren — подниматься (ввысь), возноситься;

die Herrlichkeit великолепие, величие; величественность;

Eure Herrlichkeit — ваша светлость, ваша милость;

j-m wundertätige Kräfte zuschreiben – приписывать кому-л., чему-л. чудодейственные силы.

Aufgaben

1. Beantworten Sie die Fragen:

1) Was symbolisiert Ostern? 2) Was gehört zu Symbolen von Ostern und zu den Osterbräuchen? 3) Woher kommt die Bezeichnung Ostern? 4) Was symbolisieren die Osterbräuche? 5) Was wird gewöhnlich am Palmsonntag und am Karfreitag gemacht und was symbolisieren diese Tage?

2. Ergänzen Sie die fehlenden Wörter in den Sätzen:

………….. Eier werden am Ostersonntag zusammen mit Zucker — und Schokoladeneiern, ……….. und ……….. im …….. oder im …….. versteckt.

…………. wird als Bußtag gefeiert und ist ein strenger …………….

In manchen Gegenden und Ländern ………… nicht der Hase die Ostereier sondern andere ………… und …………..

In vielen ländlichen ………… hat sich der Brauch …………, in der Osternacht von Samstag auf Sonntag vor dem ……………….. an einer bestimmten Stelle ………… zu holen.

3. Erschließen Sie den Inhalt folgender Thesen:

Ostern gehört zu den ältesten christlichen Festen.

Die Bezeichnung „Ostern“ geht auf die germanischen Kultriten zurück.

Das Ei und der Hase sind Symbole der Fruchtbarkeit.

Der Palmsonntag ist traditionsreich.

Am Ostersonntag ist Jesus Christus auferstanden.

Das Osterwasser hat auch eine wichtige Bedeutung.

4. Gliedern Sie den Text in Abschnitte und betiteln Sie jeden Abschnitt. Erzählen Sie den Text entsprechend Ihrer Gliederung nach.

5. Übersetzten Sie ins Deutsche:

1) Пасха считается одним из наиболее радостных праздников, важную роль при этом играют различные пасхальные обряды. 2) Вербное воскресенье – последнее воскресенье перед Пасхой, за этим воскресеньем начинается Страстная неделя. Считалось, что пальмовые ветви после освящения их в храме защищают человека от злых сил. 3) В зависимости от географического расположения места пальмовые ветви заменяются вербными веточками (Weidezweige), самшитом (Buchsbaum, der), можжевельником (Wacholder, der) или пихтой (Tanne, die), ветками орешника (Nußbaumzweige), елью, буком и другими деревьями или кустарниками. 4) Страстная Пятница проходит целиком под знаком печали и траура, при соблюдении строгого поста, тишины, танцы и шумная радость запрещены. 5) Пасхальная вода считается особо благословенной святой водой, ею крестят детей, берут ее с собой домой, она обладает особой целительной силой и способствует поддержанию молодости и красоты. 6) Пасхальное воскресенье зависит от полнолуния: его празднуют ежегодно в воскресенье после первого полнолуния после начала весны, после сорокадневного Великого поста. 7) Пасхальное яйцо в христианском смысле – символ Воскресения. По старинному народному обычаю яйцо – символ плодородия и возвращения жизни.

6. Erzählen Sie ausführlich über Osterfeiern in Deutschland.

7. Was gibt es Gemeinsames beim Feiern des Osterfestes in Deutschland und in unserem Land, was ist unterschiedlich? Welche Traditionen stimmen dank ihres gemeinsamen Ursprungs überein?

8. Lesen Sie den Text über die Hochzeitsbräuche in Deutschland

Text 7. Hochzeitsbräuche

Die Hochzeit hat natürlich immer lange Vorbereitungen. Der Bräutigam und die Braut haben alle Hände voll zu tun: notwendige Kleidung kaufen, Gäste einladen, alles in Ordnung bringen und dann natürlich die Zeit gut verbringen. Bevor die Hochzeit selbst gefeiert wird, findet der Polterabend statt.

Der Polterabend macht immer mehr der Polterhochzeit Platz, die nach der Trauung gefeiert und durch das Zerschlagen von Porzellan (nicht Glas!) eingeleitet wird, dass das Brautpaar auffegen muss. Es macht vor allem dann Sinn, einen Polterabend zu veranstalten, wenn ein großer Freundeskreis vorhanden ist, aus dem nicht alle zur Hochzeitsfeier eingeladen werden sollen. Ein Grund dafür können die Kosten des Hochzeitsfestes sein. Insgesamt ist der Polterabend ein zwangloses Ereignis, das vor allem junge Leute anspricht. Die Gäste treffen nach und nach ein und werfen ihre Keramiken auf den Boden, bevor sie den Festraum betreten. Das zukünftige Ehepaar zeigt durch das gemeinsame Zusammenfegen und Aufnehmen der Scherben, dass es zusammenarbeiten kann. Ein Gästebuch mit hoffentlich lustigen, romantischen und besinnlichen Einträgen bleibt in Erinnerung.

Normalerweise findet der Polterabend am Donnerstag- oder Freitagabend statt und am Freitag oder Samstag folgt die Hochzeit.

Am Tage der Hochzeit erfüllen Kinder eine wichtige Aufgabe:

Blumenkinder, meistens ein Mädchen und ein Junge, tragen kleine Körbchen mit bunten Blüten, die zu Ehren des Brautpaares nach der Trauzeremonie gestreut werden. Durch diesen Brauch sollen die Fruchtbarkeitsgötter angelockt werden, die für einen reichen Kindersegen sorgen. Wenn die Kinder sehr klein sind, soll jemand der Erwachsenen das Blumenstreuen mit den Kindern vor der Hochzeit einmal üben, denn gerne wird das ganze große Körbchen von den Kleinen auf einmal ausgeleert.
Sehr wichtig sind einige Kleinigkeiten, z.B. ein Geldstück im Brautschuh. Man steckt ein kleines Geldstück in den Brautschuh, damit das Geld in der Ehe nie ausgeht. Jede Braut soll außerdem an ihrem Hochzeitstag vier ganz spezielle Dinge tragen um in der Ehe glücklich zu werden:

— etwas Altes — etwa ein altes Familienerbstück, um die Familien-tradition weiterzuführen;

— etwas Neues, z.B. das Brautkleid, als Zeichen für Optimismus;

— etwas Geliehenes, eine Kette einer Freundin, als Zeichen für Glück;

— etwas Blaues, oft ein blaues Strumpfband? Als Zeichen für Treue.

Die Jungvermählten werden beim Verlassen der Kirche mit Reiskörnern beworfen, und es bedeutet, dass in der Ehe wirklich nichts mehr schiefgehen kann. Die bösen Geister, die das junge Glück stören könnten, werden besänftigt und auch dieser Brauch sichert reichen Kindersegen, Glück und Reichtum.

Der Stammplatz der bösen Geister, die das Eheleben der Jungvermählten stören wollen, ist laut dem Brauch unter der Schwelle des Hochzeitshauses. Deshalb wird die Braut vom Bräutigam mit Schwung über die Schwelle getragen.

Braut und Bräutigam zersägen nach der Trauung einen Baumstamm als Zeichen für gemeinsames Handeln voller Glück.

Braut und Bräutigam schneiden gemeinsam die Hochzeitstorte an als Zeichen für ihren Zusammenhalt und Einigkeit in der bevorstehenden Ehe. Wer beim gemeinsamen Anschneiden des Hochzeitskuchens die Hand obenauf hat, der soll der Herr im Haus sein auf ewig.

Die Braut wirft ihren Brautstrauß in die Menge der nicht verheirateten Frauen der Hochzeitsgesellschaft. Diejenige Frau, die den Brautstrauß fängt, würde die nächste Braut werden.

Das Brautstehlen findet immer während des Hochzeitsfests statt. Freunde der Brautleute lenken den Bräutigam und den Trauzeugen ab um die Braut mit dem Brautstrauß zu entführen. Dann geht´s zum Sekttrinken in ein nicht all zu weit entferntes Lokal. Der Trauzeuge und der Bräutigam müssen die Braut suchen und die Rechnung bezahlen, sozusagen als Auslöse für seine Braut.

Ein alter Aberglaube besagt, dass der Bräutigam nicht selbst das Hochzeitsauto lenken darf, wenn er nicht direkt ins Unglück fahren will.

Der Brauch, zur Hochzeit zu klappern und zu scheppern, ist jahrhundertealt. Man will damit böse Geister und sonstige Unholde von der Hochzeitsfeier fernhalten und das Brautpaar in der bevorstehenden Ehe schützen. Die Amerikaner haben diesen Brauch übernommen und binden alte Dosen an das Hochzeitsauto!

(nach Krusenstern: http://www.krusenstern. de)

Wortschatzerläuterungen

der Polterabend – вечеринка накануне свадьбы;

der Brautschleier – фата (невесты);

der Hochzeitsbitter – тамада;

die grüne Hochzeit — день свадьбы;

die hölzerne Hochzeit — пятилетний юбилей бракосочетания;

die zinnerne Hochzeit – юбилей бракосочетания после 6 лет (оловянная свадьба);

die kupferne Hochzeit – семилетний юбилей (медная свадьба);

die Rosenhochzeit – десять лет со дня свадьбы;

die gläserne Hochzeit – пятнадцатилетний юбилей (стеклянная свадьба);

die silberne Hochzeit – двадцатипятилетний юбилей (серебряная свадьба);

die goldene Hochzeit – пятидесятилетний юбилей (золотая свадьба);

die diamantene Hochzeit – шестидесятилетний юбилей (бриллиантовая свадьба);

die eiserne Hochzeit – шестидесятипятилетний юбилей (железная свадьба);

die steinerne Hochzeit – семидесятилетний юбилей (каменная свадьба);

die Flitterwochen – медовый месяц;

in die Flitterwochen fahren – поехать в свадебное путешествие;

die Onkelehe – совместная жизнь вдовы с мужчиной, брак с которым она не оформляет, чтобы не лишиться вдовьей пенсии;

die wilde Ehe – незарегистрированный брак;

Ehe zur linken Hand, morganatische Ehe – неравный брак;

der Unhold – злой дух, демон; дьявол, черт;

knallen – щелкать, хлопать; j-m Eine knallen – влепить пощечину кому-л.

Aufgaben

1. Finden Sie deutsche Hochzeitsbräuche spannend? Reizend? Oder langweilig? Begründen Sie Ihre Meinung.

2. Beantworten Sie die Fragen:

1) Wann findet der Polterabend statt? 2) Wozu steckt man das Geldstück in den Brautschuh? 3) Was für Dinge muss die Braut tragen? 4) Was müssen die Braut und der Bräutigam gemeinsam machen? 5) Warum klappert man während der Hochzeit?

3. Wie wird in Russland die Hochzeit gefeiert? Gibt es viel Gemeinsames beim Feiern der Hochzeit in Deutschland und in unserem Land? Welche Traditionen stimmen überein? Gehen Sie auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede ein.

4. Glauben Sie, dass etwas Altes, etwas Geliehenes, etwas Blaues und etwas Neues die Ehe glücklich machen können? Wenn ja/nein, erklären Sie, warum.

5. Übersetzen Sie ins Deutsche:

1) К свадьбе обычно готовятся долго. У жениха и невесты дел очень много: нужно купить одежду, пригласить гостей, привести все в порядок. 2) Перед свадьбой проводится вечеринка, на которой бьют фарфоровую посуду, a будущая супружеская пара должна убрать вместе осколки, показывая тем самым свое умение работать. 3) Чаще всего вечеринка проводится в четверг или пятницу, а в субботу или воскресенье устраивается свадьба. 4) По обычаю в день свадьбы молодым преподносят хлеб с солью. 5) Важную роль во время свадьбы играет тамада. 6) Многие пары отправляются во время медового месяца в путешествие, чтобы хорошо провести время и отдохнуть.

6. Gliedern Sie den Text in Abschnitte und betiteln Sie jeden Abschnitt. Erzählen Sie den Text entsprechend Ihrer Gliederung nach.

7. Wie interpretieren Sie das Gedicht von einem unbekannten Verfasser:

Guter Rath

Präge dir beim Streite

Böser Eheleute

Nur die Regel ein:

zankt das femininum

mit dem maskulinum

Musst du neutrum sein.

8. Nehmen Sie Stellung zum Sprichwort: Mann und Weib sind ein Leib.

9. Was für eine Ehe nennt man „Ehe zur linken Hand“ oder „morganatische Ehe“? Äußern Sie Ihr Verhältnis dazu.

10. In der modernen Welt kommt es immer öfter vor, dass die jungen Leute ohne Trauschein zusammen leben. Wie ist Ihr Verhältnis zur nichtehelichen Lebensgemeinschaft? Was ist an der freien Ehe positiv, und was ist negativ? Warum wollen viele junge Leute nicht auf dem Standesamt heiraten?

11. Lesen Sie kurze Information der Universität Mannheim hinsichtlich des Problems der nichtehelichen Lebensgemeinschaft.

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